BMWi-Markterkundung Nigeria 2013

alt
alt

Ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für deutsche Unternehmen aus dem Sektor Infrastruktur

Vom 5. bis 7. Februar fand die Markterkundungsreise nach Lagos in Nigeria statt. 10 deutsche Ingenieurbüros, Baumaschinenhersteller und andere Unternehmen aus dem Sektor Infrastruktur haben sich für den aufstrebenden Markt Nigeria interessiert. Die Teilnehmer der Reise lobten die Organisation und das qualitativ sehr anspruchsvolle und informative Programm. Das Markterkundungsprojekt gehört zum Markterschließungsprogramm für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und zielt darauf ab, deutsche KMU bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung des Nigerianischen Absatzmarktes im Sektor Infrastruktur zu unterstützen.

Exportchancen Nigeria – Nachfrage im Infrastruktursektor

Nigeria ist nach Südafrika die zweitwichtigste Volkswirtschaft und der größte Erdölproduzent Afrikas. Mit seinen 162 Millionen Einwohnern ist es auch der bevölkerungsreichste Staat des Kontinents. Die Wirtschaft des Landes gilt seit Jahren als robust und wächst durchschnittlich zwischen 6% und 8%, so die aktuelle Studie „Renaissance in Subsahara-Afrika“. Demnach entfallen auf das Erdöl 95% der Exporte und 80% der Staatseinnahmen. Hohe Direktinvestitionen fließen zunehmend in die Infrastruktur und nach wie vor in den Öl- und Gassektor. Durch den vom Ölsektor ausgehenden Multiplikator-Effekt blüht die Binnenwirtschaft, insbesondere die Sektoren Bau, Telekommunikation sowie staatlich und privatorganisierte Infrastrukturvorhaben.

Deutschland lieferte 2011 Waren im Wert von 1,27 Mrd. Euro nach Nigeria, was einer Steigerung der Ausfuhren im Vorjahresvergleich von rund 17,9% entspricht, so ein Länderbericht von Germany Trade & Invest (GTAI). Damit ist das Land der zweitwichtigste Handelspartner für deutsche Unternehmen in Subsahara-Afrika. Trotz der Unruhen der vergangenen Monate bleibt Nigeria für den deutschen Außenhandel ein ungemein reizvoller Markt. Die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen bleibt laut GTAI auch in den kommenden Jahren weiter auf hohem Niveau. Bei Ausrüstungen sind es gerade Infrastrukturprojekte sowie anhaltende Investitionen im Erdölsektor, die die Importnachfrage positiv beeinflussen.

Viele Bereiche im Infrastruktursektor befinden sich in privater Hand, wie etwa der Energiebereich und teilweise der Oil & Gas-Sektor. Der Staat tritt dabei nur in geringem Maße als Großinvestor mit einem Infrastrukturprogramm auf. Ein Schwerpunkt der Deutsch-Nigerianischen Wirtschaftsbeziehungen ist die Zusammenarbeit im Energiebereich, wie aus Informationen des Auswärtigen Amtes hervorgeht. Unser Projektpartner vor Ort in Nigeria, Dr. Jeremy Gaines, ist Koordinator der 2008 gegründeten Nigerianisch-Deutschen Energiepartnerschaft.

Die Profile der Teilnehmer finden Sie online auf dem Exzellenzportal german-tch.org
alt